Drones 4 Life – Songbird-UAV transportiert Laborproben

Im schwedischen Västervik demonstrierte Germandrones erfolgreich einen automatischen Langstreckentransport von medizinischen Proben mit dem Songbird. Die erfolgreiche Präsentation erfolgte im Rahmen des EIT Digital-Projektes „Drones4Life“, in dem Germandrones mit dem DAI-Labor der TU Berlin, dem Labor Berlin und dem schwedischen Partner RISE kooperiert.

Ziel der Entwicklungen im Projekt "Drones4Life" ist es, eilige Laborproben von Krankenhäusern und mobilen Ambulanzen zu Analyseeinrichtungen zu liefern und dabei lebenswichtige Zeit gegenüber dem Transport auf der Straße zu sparen. Außerdem ist es durch die flexibel einsetzbaren UAVs denkbar, dass Proben direkt vom Unfallort aus abgesendet werden – trifft der Patient dann im Krankenhaus ein, liegen die Ergebnisse bereits vor und die Behandlung kann schneller beginnen.

Bis zur Einsatzreife eines solchen Systems gibt es natürlich noch viele operative, planerische und gesetzliche Hürden zu meistern, die zusammen mit den Partnern des EU-Projekts erörtert wurden. Germandrones ist dabei vor allem für die Modifikation des Songbirds und die Machbarkeitsdemonstration von technischer Seite verantwortlich.

Dafür wurde ein Songbird mit einer speziellen Nutzlast ausgerüstet: Im Innern des Rumpfes ist ein Companion Computer des DAI-Labors platziert, der die Bildinformationen zweier Zusatzkameras verarbeitet, im Alltagseinsatz als Sense-and-Avoid System wirkt und zusätzliche Entscheidungen on-board ermöglicht.

Das Kernstück der Nutzlast ist der externe Transportbehälter, der mit medizinischen Proben o.ä. befüllt wird und mit nur einem Handgriff unter den Rumpf gehängt wird. Am Zielort wird er wieder elektronisch entriegelt, sodass das Personal vor Ort die Güter entnehmen kann.

In der schwedischen Provinz Kalmar wurden nun mehrere Flüge in dieser Konfiguration durchgeführt, wobei das UAV dabei automatisiert außerhalb der Sichtweite des Piloten und der Bodenstation betrieben wurde (BVLOS). Für die Flugkontrolle wurden dabei weitere Beobachter am Boden eingesetzt. Prinzipiell kann der Songbird vollautomatisch längere Strecken fliegen und selbständig am Zielort landen; im Falle unbekannter Gelände- oder Wetterbedingungen ist es alternativ möglich, Start- und Landung jeweils von Piloten vor Ort durchführen zu lassen, die das Kommando vorübergehend übernehmen.

Ein Video der Flüge gibt es hier.

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